Am Puls der Kaufkraft

china food

Einkaufsstraßen in China

Faszinierend bei jeder Chinareise sind die prall gefüllten Einkaufsstraßen, die jede chinesische Stadt in immer neuer Färbung bietet. Die überbordende Fülle, die lebendige Kaufkraft und die wohlstrukturierte Anordnung der Kaufläden lässt einen fühlen, wie das BSP brummt.

Luoyang Altstadt, Dongxi Lu

Shangjie, „die Straße besteigen“ ist ein chinesischer Ausdruck für shoppen, ebenso Mai Dongxi „Dinge kaufen“. Dongxi bedeutet im Wortsinn Ost-West und bezieht sich auf die zentrale Ost-West-Straße, die seit der Tang-Dynastie die zwei Märkte östlich und westlich der städtischen Hauptachse verband.
Die Kaufstraßen sind fließend, linear und saugen den Besucher hinein, gleichzeitig pulsiert die Bewegung durch kunstvolle Varianz der Ladenfronten, Dachformen, Haushöhen und scheinbar willkürliche Veränderungen der Straßenbreite.

Suzhou

Pishi Lu, Suzhou | Pflanzen & Steine

Pingjiang Kiez

Hipster Cafés in Suzhou

Zhengzhou

Moderne Provinz Kaufhäuser – Zhengzhou, Renmin Lu

Vor allen Dingen sind es die lokalen Produkte die uns als Reisegruppe begeisterten: Päonien-bemalte Artikel, Süße Spezialitäten, Schnitzkunst, süße-Entenfleisch-Kugelwurst, kunstvolle Scherenschnitte, weißer grüner roter brauner und Blumen Tee, Seide, Reisspeisen uvam.

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Chinareise 2016 – Mitten in Henan

Die Provinz Henan war ein vorzügliches Reiseziel. Zhengzhou, Luoyang und den Heiligen Berg Songshan haben wir besucht und genossen. Die ersten Fotos geben einen Eindruck von der alten chinesischen Kultur und dem Alltag mitten-in-China!

Songshan China chinareise fototermin china reisegruppe zhengzhou shangcity Kangbaiwan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Chinareise April 2016

 

Diese fantastische Chinareise führt uns in die zwei wohl bedeutendsten Landstriche Chinas.

Reiseprogramm als PDF download

Das alte Kernland am Gelben Fluss

Das legendäre Zentrum am Gelben Fluss in der Provinz Henan ist die Wiege aller chinesischen Kultur.
Die Erfindung der chinesischen Schrift und der typischen Hofbau-Architektur entwickelte sich hier in der Shang-Dynastie vor 3500 Jahren. Die Hauptstadt Luoyang war von 770v. bis 540n. die wichtigste Metropole des Reiches. Wir besuchen den heiligen Berg Songshan der die Mittelsäule zwischen Himmel und Erde darstellt. Dort finden wir das berühmte Shaolin-Kampfkunst-Kloster. Nicht weit entfernt liegt das älteste buddhistische Kloster aus dem Jahr 68. Zahlreiche Museen, Ausgrabungen, Gräber und Anlagen bebildern uns diesen vorzüglichen Gang durch die Entwicklung des frühen China, seiner kulturellen Techniken und des Fengshui.
Baima_Kloster
Malerische Hochkultur im Südosten

Die neuere Geschichte Chinas beginnt mit dem Umzug der gebildeten Schichten zum südlichen Yangzi Fluß ab 350 und um 1100 . Der Reichtum an Wasser, Fisch und Reis bildete die Grundlage für das Blühen der Kultur in allen Bereichen. Bis heute prägt der immense Einfluss von Handel, Geld und Bildung die Umgebung von Suzhou und Shanghai. Nanjing mit seiner imposanten Stadtmauer, Suzhou mit seinen exquisiten Gärten, das pulsierende Shanghai und bildhübsche Wasserdörfer sind unsere Ziele.
Suzhou

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbinden werden wir diese zwei Welten ganz praktisch mit dem “kultigsten” Reisemittel – zwei Nachtzugfahrten von mindestens 8-13 Stunden Fahrzeit.
Jeder Tag der Reise wird, wie bestens bewährt, vollgespickt sein mit authentischen Erlebnissen mitten im Alltag der Chinesen und umfangreichen Wissen zu Kultur, Fengshui, Geschichte und Philosophie. Nicht zu vergessen sind auch die überaus schmackhaften gemeinsamen Abendessen.
Hier findet Ihr eine erste Übersichtskarte der Reiseroute:
Voraussichtliche Reisezeit 05.April bis 19. April 2016. Weitere Informationen folgen….
Reiseroutechina zugfahrt

 

 

Chinareise 2014 Beijing | die China-Essenz

Chinareise 2014 Studienexkursion Beijing – Fengshui, Architektur, Kultur Termin: Fr 24.10.2014 bis Di 04.11.2014 Reisekosten 1600,-€. Enthalten sind: 11 Übernachtungen mit Frühstück im Doppelzimmer, 4x Bustouren, Reiseleitung, inhaltliche Begleitung, Übersetzung und Organisation.Nicht enthalten sind: Flug, Visum, Taxis, Abendessen und Mittagssnacks (Verpflegung ca. 18€/Tag) Vorläufiges Reiseprogramm als PDF, 3 Seiten Anmeldung: Schickt folgende Daten an > info@mitten-in-china.de: Name & Adresse, Email&Telefon, Reispass Nummer & Geburtsdatum. Mindestteilnehmerzahl: 13 Personen Themen & Inhalte der Reise

    Beijing – Stadtkultur im alten China

Der einzigartige Kaiserpalast ist das Machtzentrum des kaiserlichen Chinas und zugleich die Quintessenz der Fengshui-Baukultur und der Entwicklungsgeschichte der chinesischen Architektur. Die ihn umgebenden wunderschönen Gassen der Hutongs in der Altstadt von Beijing bilden die Seele der Stadt und geben Einblick in den Alltag des traditionellen und modernen Chinas. Der Himmelsaltar gibt uns ein Beispiel für das ganzheitliche Raum- und Zeitverständnis der chinesischen Welt. Fengshui: Form- und Kompassschule der Hauptstadt Beijing

    Shanshui – malerische Landschaften, Gartenkunst und lebendige Erdkraft

Natur und Landschaft gelten seit jeher als Ausdruck eines „vitalen Erdqi“. Gebirge und Flüsse werden auch als Drachen verstanden und sind lebendige Kraftquellen der chinesischen Kultur. Wir besuchen exemplarisch beeindruckende Berg- und Flusslandschaften, die den Charakter der „Drachen“ verkörpern. Ausgehend von diesem Naturverständnis entwickelte sich in China eine hochkultivierte Gartenkultur, die versteht die große Natur im Kleinen wiederzugeben und zu verfeinern. Ein weiteres Beispiel der Landschaftsnutzung in Verbindung mit der urchinesischen Ahnenverehrung erzählen uns die imposanten Kaisergräber aus der Qing-Dynastie. Fengshui: Erd-Struktur/Dili, Theorie und Anwendung der Berg- und Wasserdrachen

    Philosophie & Religion in der chinesischen Kultur und im Fengshui

Zur vielschichtigen und beeindruckenden Geschichte Chinas wird ein Museumsbesuch eine kompakte Einführung geben, wobei auch die Entwicklungslinien des Fengshui aufgezeigt werden können. Die drei berühmten „Religionen“ Chinas, der Konfuzianismus, der Daoismus und der Buddhismus werden anhand bedeutender Tempelanlagen vorgestellt.

Heilige Berge im Daoismus

Unser erster Teil der diesjährigen Chinareise behandelt den Daoismus. Eine der Religionen und Philosophien Chinas, die die Natur in den Mittelpunkt stellt. Wir bestiegen den Qingcheng Berg und den Doutuan Berg. Dabei tauchten wir in außergewöhnliche Berglandschaften ein und atmeten den Dunst des Qi.

Die Reisegruppe steht hier erwartungsvoll vor dem Tor des Jianfu-Palast am Fuße des Qingchengshan – die Bergtour hat alle begeistert und wir freuen uns auf die weitere Reise.

Chinareise 2013 | Sichuan & Ost-Tibet

„CHINAS WILDER WESTEN“
16. bis 30. September 2013
In die Provinz Sichuan geht die nunmehr sechste Gruppenreise von Mitten-in-China. Am Fuße des Himalaya, am Oberlauf des Yangzi Fluß, mit vielen unbekannten Sehenswürdigkeiten, faszinierender Naturlandschaft und den zwei Metropolen Chongqing und Chengdu wird diese Reise wieder faszinierend und vielschichtig über China erzählen.

Das komplette Programm und alle Reiseinfos sind per Email zu erhalten: info@mitten-in-china.de

|| Die Großstädte in West-China
Chengdu ist die eine der zwei Metropole auf der Reise, neben Beijing und Shanghai ist Chengdu die berühmteste Stadt in China.
Chongqing ist eine der größten Städte der Welt mit 37 Millionen Einwohner und hat seinen imposanten Stadtkern direkt am Zusammenfluss von Yangzi und Jialing.

Erwang Temple, Dujiangyan Fotos
Dieses Foto vom Erwang Temple wurde von TripAdvisor zur Verfügung gestellt

|| Landschaft-Kultur-Religion
Daoistische Tempel und heilige Berge:
Qingcheng Shan die Grüne Stadt ist eine paradiesische Berglandschaft des Daoismus, wo Tempel und Natur in perfekter Symbiose stehen.
Der Doushan ist einzigartig gelegen auf den Spitzen zweier Felsnadeln und ist ein grandioses Sinnbild für den Rückzug aus der materiellen Welt.

Osttibetisches Hochland, Lamaismus und Gebirgswelten:
Um den Ort Kangding, an den östlichsten Ausläufern des tibetischen Hochgebirgsplateau, gibt es viele heilige Stellen, wo die Natur verehrt wird.
Die Klöster und Tempelkultur der Tibeter, Gyarong und Qiang ist im Hochland beheimatet.
Rongchag im tibetischen Bereich von Sichuan ist das malerischste Bergdorf in China.

|| Klassische Architektur und Stadtbau des alten China
Langzhong liegt perfekt zwischen einer Flussbiegung und einem Berg und hat ein Fengshui-Museum.

Exkursion pt.5 > Beijing Hauptstadt von 1406 bis heute

Der Kaiserpalast „die verbotene Stadt“ der Ming-Dynastie 1420
Der alte Sommerpalast „Yuanming Yuan“ der Qing-Dynastie 1709

Im Kaiserpalast haben wir den offiziellen Regierungsbezirk und die privaten Wohnabschnitte besichtigt und der Reiseleiter hat die Struktur, Fengshui und Funktion der imposanten Anlage erläutert.

Gerade in den hinten gelegenen Wohnhöfen findet man wunderschöne Details, die beim besten „Kaiserwetter“ sehr gute Motive liefern.

Der sogenannte alte Sommerpalast war die „Erholungs-Residenz“ der ersten Qing-Kaiser.
chinesischer garten
Hier ist aber kaum mehr alte Pracht zu bewundern, sondern die Relikte und Trümmer der Konflikte zwischen China und den westlichen Kolonialstaaten. Die ausgedehnten Parks laden Ost und West zum Sinnieren über die Geschichte und die verschiedenen Kulturen ein.

Zum Abschluß aßen wir nochmals die tolle Peking-Ente im Restaurant Tian Wai Tian, was soviel wie „Außer-himmlisch“ bedeutet – mmmh, Ah!
….und der Abschied von der wundervollen Reisegruppe war nicht leicht.

Bis zur nächsten Reise!

Exkursion pt.4 | Taishan – der erste heilige Berg Chinas

Der Taishan oder auch Dongyue, der östliche Gipfel, wurde seit dem ersten Kaiser Chinas 220v. bis in das 19.Jahrhundert immer wieder besucht, um dem Himmel und Erde Reverenz zu erweisen und rituelle Opfer zu bringen. Die durchgehende lange (6293 Stufen !) Treppe führt bis zum südlichen Himmelstor hinauf und begeistert auch heute alle Besucher.

Im unteren Bereich sind viele Tempel angeordnet.
Am Gipfel erwartete uns ein Wolkenspiel, dass mit dem Atem des Qi verglichen wird.

Am höchsten Punkt, dem Jadekaiser-Tempel steht noch die Stele des Han-Kaisers Wudi seit mehr als 2000 Jahren.

Exkursion pt.3 Kaifeng „die vergessene Hauptstadt“

Kaifeng ist heute ein gutes Stück provinziell, jedoch ist die Geschichte Chinas vor 1000 Jahren genau hier in die Neuzeit gestartet. Kaifeng war die Hauptstadt der nördlichen Song-Dynastie 960-1126. Wir sind am morgen in Kaifeng eher müde gestartet – wegen der Nachtzugfahrt aus Xian. Im Haus der Zünfte und Handwerksgilden ist die kulturelle Blüte zu sehen. Beim Grab des Meisters Kongzi werden noch immer aktuelle Rituale abgehalten.

Exkursion pt.2 – historische Hauptstädte Chinas: Xi´an

Xian – der Ort in China, der den ersten Dynastien von 1100 v. bis 900 n. als Schwerpunkt ihrer Zivilisation diente. Die Zeugnisse der alten Geschichte sind in Archäologie, Museen und Rekonstruktionen sichtbar. Paläste, Gräber und Tempel der Zhou, Qin, Han und Tang Dyanstie waren unsere Exkursionsziele.


Der Epang Palast des Qin Kaisers Huangdi

und die berühmte Terrakotta Armee sind Embleme der ersten Reichsgründung Chinas.

Die Wildgans-Pagode der Tang Zeit steht für den großen Aufschwung des Buddhismus in China ab dem 3. Jahrhundert in China.

Exkursion pt.1 Geschichte Chinas [mit Prof. Günter Wollstein]

Chinareise nach Beijing, Xian, Kaifeng & Taishan im Oktober 2012.
16 Historiker erleben China und seine Geschichte.

Professor Wollstein und Dipl-Ing Weiland stehen hier vor der Kongzi (Konfuzius) Statue an der kaiserlichen Akademie in Beijing.

…nach dem einen oder anderen Schnaps stehen die Teilnehmer Jan und Fabio (Karpfenfänger, Studienrat & Punkgitarrist) im Nationalstadium / Vogelnest vor den Maskottchen.

Hakka-Dorf | China-Strand | Hongkong-Buddha

Die letzten Tage der „research“ Chinareise waren vollgepackt.  Fünf Orte an 2,5 Tagen.
Vom 25.Oktober 2011 bis 08.November 2011 könnt Ihr an der China-Gruppenreise mit den vielen Höhepunkten teilnehmen – es lohnt sich! Jetzt voranmelden: info@mitten-in-china.de
nanshecun
Nanshecun – eines der schönsten unentdeckten Dörfer in Chinas Süden.

Am Strand bei Shenzhen  und der große Buddha auf der Insel Lantau in Hongkong.

Yangshuo – Chinareise mit viel Natur

Die einmaligen Berge bei Yangshuo und Guilin bieten wunderschöne Touren. Die Berge bei Xingping sind sogar auf den chinesischen Geldscheinen abgebildet.

Mit dem Fahrrad sieht man erstklassig die Landwirtschaft und richtig dicken Bambus.

Der Yulong Fluss hat ein besonderes Flair mit dem sprießenden Phönixbambus und seinen lokalen Bambusfloß Lenkern.

Besten Gruß, bald gibts mehr!

Chinareise Mai 2010 | Teil 04

Nun geht die Reise allmählich dem Ende zu. Unser Fahrer, Herr Li, Ilka die beste Überstzerin und ich posierten vor dem Bus, um dann die Wohnanlage der großen Wirtschaftskapitän-Familie Wang und das eher bodenständige Dorf Zhangbi Cun zu besuchen.

Der letzte Abend in Pingyao stand im Zeichen der Freizeit oder eben eines Frisörbesuchs. Die Salons sind gut und hier wurde der Schnitt auch von den entspannten Rentnern der Stadt begutachtet.

Die Rückfahrt nach Beijing ging über die völlig unbekannte 12 Millionen Stadt Shijiazhuang, Zhengding und die Gräber der Qing-Kaiser.

Der grandiose Abschluss war die Große Mauer als letzter Programmpunkt.

Chinareise Mai 2010 | Teil 03

   
Pingyao im Herzen von Shanxi war für 4 Tage unsere Heimat. Die alte Stadt bezauberte die Reisegruppe mit original-historischen Ambiente und ohne Autoverkehr.
   
Super Hotel, tolle Restaurants, stilvolle Möblierung, 1A Rote Laternen – das ist Pingyao!

Der Tag in der Mianshan Schlucht war grandios.
     
Klettern in den Felsspalten und viele Klöster und Mönche an diesem wenig bekannten heiligen Berg.
    

Chinareise Mai 2010 | Teil 02

Dann ging es in das Taihang Bergmassiv. Der Tanzhe Tempel ist ein besonders gelungenes Beispiel für die Einbettung von Bauwerken in die Natur. Die Dächer und Hallen verschmilzen hier mit den alten Bäumen zur Einheit.

Das Bergdorf Chuandixia liegt auf einem sogenannten Drachenkopf, dem Endpunkt eines Fengshui Bergdrachen. Die authentische Atmosphäre ist hier überall spürbar.

Die eigentlich Fahrt durch die Berge nach Shanxi wurde etwas abenteuerlich. Auf 1700m Höhe gab es nur noch Baustellen und Mandelbaumblüte auf der einzigen Passstraße.

Es wurde immer dunkler als wir die westliche Seite der Berge (Shanxi) erreichten, die Ankunft in der Provinzstadt Datong war erst um 22h30 – die Restaurants waren geschlossen und wir gingen mutig zu den nächtlichen Garküchen an der Hauptverkehrskreuzung der Stadt.
Chinareisen
Die abgelegene Stadt Datong lohnt vor allem wegen der einmaligen Buddhahöhlen von Yungang und dem „dramatischen“ Hängenden Kloster.
Buddhismus in China  Datong Mitten-in-China

Auf der Weiterreise nach Pingyao stoppten wir für einen Besuch der Ahnenstätte der Jin. Die großzügige Anlage begeisterte alle Mitreisende und erinnerte mit seiner entpannten Anordnung an die chinesischen Gärten.

Chinareise Mai 2010 | Teil 01

Zwei Wochen Mitten-in-China – es war eine großartige Reise. Hier der erste Teil vom Reisebericht:
In Beijing waren wir die ersten Tage. Drei Stunden nach der Landung am Glocken- und Trommelturm.
Dann standen wir auf dem Mittelpunkt der chinesischen Welt am Himmelsaltar (Tiantan).  Im Fangshan Restaurant aßen wir die kaiserliche Küche und saßen Probe auf dem Kaiserthron. Bei bedeckten Himmel besuchten wir den Sommerpalast und übten uns tagsüber und abends im Boot fahren.

Hier die Reiseleitung im Tretboot-Einsatz.

Jingzhou

In der Nähe von Wuhan führten uns Howard Choy und Prof. Yang nach Jingzhou.

Hier ist die Stadtmauer noch komplett erhalten und die Stimmung etwas verschlafen. Der alte Wahrsager machte für Steffen das Chinesische Horoskop anhand der 8 Zeichen (Bazi Suanming), die Übersetzung war nicht einfach.

Hongcun – Fengshui Dorf

fengshui dorf
In der Provinz Anhui, nicht weit vom Huangshan Gebirge, liegt das äußerst malerische Dorf Hongcun. Es ist für seine Schönheit in ganz China bekannt und schmückt sogar eine Briefmarke. Der Zugang zum Dorf erfolgt mittig über den angelegten Südsee. Ohne Geländer läuft man auf einer Steinmole entlang, wird über eine Bogenbrücke zum besten Blickpunkt geführt und gelangt dann durch ein Tor in den Ort hinein. Das Wasser spiegelt die Kulisse in absoluter Kunstfertigkeit wieder.

Das Wasser als Leitmotiv wird in vielen Variationen verwendet. Brunnen befinden sich in allen Wohnhäusern, kleine Kanäle verbinden und versorgen das Dorf und der zentrale Platz wird durch einen halbmond-förmigen Teich gebildet.

Der seitlich verlaufende Fluß wurde praktisch und kunstvoll in das Gesamtbild des Ortes eingearbeitet.

Bilder aus China

Chinas alte Kultur besteht aus atmosphärischen Bildern, erzeugt aus Natur im Einklang mit Architektur.

Garten und Haus sind eins

Fels und Wasser verschmelzen

oder Wasser als das Abwesende

Bambus im Fensterbild

Bambusschatten im Wind

Kiefern im Mond in Chuandixia

Garten im Kaiserpalast

der gute Übergang

das Wetter ist Teil der Komposition

und Fels verschmilzt mit dem Tempel…

Alltag in China


Diese alten Herren saßen am Pingjiang Fluss in Suzhou. Hier wird Nachbarschaft groß geschrieben und intensiv gepflegt.


Kinder sind oft noch etwas neugieriger als die Erwachsenen.

Vereinfacht kann man sagen, dass überall in China drei Dinge nicht aus den Alltag wegzudenken sind:
Verkaufen – Essen – Unterhaltung (Quatschen & Spielen)
Überquellende Verkaufsstände finden wir in der Großstadt und im kleinsten Dorf…

Essen ist immer präsent, lecker, andersartig und sehr wichtig für die Chinesen. Es heisst z.B. „Hast du schon gegessen?“ Wenn man wissen will, ob der gegenüber Zeit hat. Siehe auch Eintrag Chifan im Blog.

Und immer wenn sich ein Pause bietet, wird gerne MaJiong gespielt.

Natur | Berge und Wasser

Entgegen der etwas einseitigen Sicht, dass China aus Umweltverschmutzung Überbevölkerung und Zersiedelung besteht, wird beim genaueren hinsehen deutlich wieviele wunderschöne Naturlandschaften es in den verschiedenen Regionen Chinas gibt. Hier eine kleine Auswahl:
IMG_8885 der Huangshan – die Gelben Berge
…auch unbedingt sehenswert: http://www.michaelkenna.net/gallery.php?id=8
IMG_2758 die Flusslandschaft von Guilin
IMG_1252 viele Bambuswälder
IMG_3833 der Herbst in den Westbergen…
und das ist wirklich nur ein sehr, sehr kleiner Ausblick auf Natur in China.

Pingyao – Festung des Friedens

Keine Stadt in China ist so gut erhalten und bietet echte Einblicke, wie es früher war. Pingyao ist seit 1997 in der Liste der UNESCO als Weltkulturerbe.
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Innerhalb der komplett erhaltenen Stadtmauern finden wir eine ganz eigene Welt. Das Leben pulsiert in den zwei Hauptstrassen…
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mit seinem markanten zentralem Stadtturm. Sehr gut lässt sich die Stadt mit dem Fahrrad erkunden:
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Beim Streifzug kommen wir an Verkaufsständen vorbei
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Die alten Herren spielen schon ab Vormittags gemeinsam…
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unzählige alte Wohnhäuser sind zu besichtigen
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der vergangene Reichtum der Stadt ist überall am „durchschimmern“ und erzeugt eine einzigartige Atmosphäre
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und wir sehen hinter jeder Ecke Beispiele für die bewußte Wohnkultur und das genz normale Leben in China!
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Nichts schmeckt so, wie beim Chinesen in Deutschland – und das ist gut so!
Selbst mein Freund der gebürtige Sizilianer musste gestehen, dass die Geschmacksvielfalt in China die hunderte von Pastavariationen übertrifft.
Ein wenig Mut zum Probieren sollte man mitbringen, aber die wilden Stories sind Unsinn; ich habe in vier Jahren keinen einzigen Hund auf dem Teller gesehen:-)

Schon der Einkauf ist ein Erlebnis 
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dann eine Vorspeise – hier gedämpfte Vielfalt
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und immer mal wieder in die Töpfe schauen
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nun füllt sich der Tisch peu a peu mit z.B. dem wohlklingenden Namen Qiezi Yüxiang (dünne Auberginen mit klitzekleinen Fischen quasi als Salz)
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weitere Gemüsevarianten mit immer neuen Geschmacksrichtungen
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bis der Tisch am besten ganz voll ist mit Fleisch, Fisch, Gemüse, Suppen, Nudeln, Teigtaschen und Reis ist dann eher eine Randnotiz
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und dann mit den Stäbchen die doch eher feuchten Nudeln irgendwie hochhieven
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als Nachtisch herrlich klebrige Reisförmchen
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und wer es etwas deutscher braucht bekommt in China auch Brot (allerdings mit Gewürzen)
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oder eine Schweinshaxe…
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auf jeden Fall kann man den Abend mit bildhübschen Hua Cha (Blumentee) abschließen
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oder noch ein kühles Qingdao mit Ausblick auf den Mond leeren!
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Klöster und Tempel

Buddhistisches Kloster
China hat überall im Land Spuren der drei typischen Religionen des Landes hinterlassen.
Der Buddhismus brachte sehr viele Klöster und Pagoden ins Land,
der Daoismus glänzt mit abgelegenen Rückzugsorten in den Bergen
und der Konfuzianismus hat in jeder Stadt einen Tempel.
Langes Leben
Hier waren wir auf der Bergspitze im Sommerpalast. Die ganze Wand besteht aus kleinen Buddhareliefs.
Dao tempel
Dieses kleine Daoistenkloster schmiegt sich in den Berg und wir konnten alte Fengshui Bücher im Original erstehen.
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Müßiggang im Konfuziustempel von Shanghai!

Reise 2007: Fengshui-Skript Inhalt

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INHALT
I. Philosophie, Fengshui & Architektur Wieso weshalb warum?
II. Feng Shui Texte – Klassiker Yijing / Wandlungs-Klassiker, Klassische Feng Shui Konzepte, Zhang Shu / Gräber Buch
III. Garten: Geschichte der Gartenbaukunst, Theorie des Gartenbaus, Gehen wir in den Garten!
IV. Gebaute Beispiele – die großen kaiserlichen Anlagen
Gugong – Kaiserpalast, Yihe Yuan – Sommerpalast,  Shisan Ming Ling – Ming Gräber,
Tiantan – Himmelsaltar
V. Siedlungsgeschichte: Beispiele von Stadtanlagen, eine kleine Bildgeschichte
VI. Geschichte Chinas und des Feng Shui, Übersicht in Text und Bild, die wichtigen Randbedingungen

 

Gärten in Beijing 2007

beijing_reiseDie Reise im März 2007 war dicht gepackt, kurz und kräftig. Nachdem ich die Teilnehmer in das ganz zentral gelegene Hotel gebracht hatte, saßen alle vom Flug etwas geschafft in der Lobby und das Erschliessen der kaiserlichen Hauptstadt begann:

Acht Tage lang Paläste, Tempel, Gärten, Berge, Kaisergräber, Straßenleben, Pekingente… erkunden :-))
Im Beihai Park war es der kleine feine Jingxin Garten des Kaisers Qianlong der gleich die volle Atmosphäre bereit hielt.

Chinesische Gärten

Tage später im Xueqin Garten hatten wir etwas mehr Sonne und die Weiden spriessten. Die Fengshui Konzeption des Gartens hat alle beeindruckt und das Klicken der Kameras hatte kein Ende.
mitten in chinas gärten

Im Daguan Garten waren wir dicht an einem wunderschönen Fototermin.
schönes china

Struktur im Chaos

China ist ziemlich groß, deshalb lohnt sich eine grundlegende Einteilung. In China finden wir immer wieder die Himmelsrichtungen als Orientierung. Dies ist auch eine Grundstruktur im chinesischen Denken.
Norden – Süden – Osten – Westen und die Mitte:
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Die Chinareisen die ich anbiete, sind nach den Richtungen sortiert:
Norden – Beijing, Shanxi & Hebei
Osten – Shanghai, Suzhou, Hangzhou, Nanjing
Süden – Hongkong, Guangzhou & Guilin
Westen – Sichuan, Yangzi, Tibet & Chengdu
Mitte – Xi´an, Luoyang, Kaifeng und viele weitere kaum bekannte alte Hauptstädte…

Zu den Himmelsrichtungen finden wir viele Analogien. Die fünf Elemente oder Bewegungen, wie Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser sind zugeordnet und auch im kulinarischen Bereich werden gerne die Bereiche des Landes einem Geschmack und einer Kochtradition zugeteilt. Zum Beispiel wird dem Westen in Sichuan die schärfste Küche zugesprochen und der Osten besticht durch viel Fisch und Reis. Auch im praktischen Alltag werden die Richtungen intensiv genutzt. Viele Tempel und Bauanlagen haben auf jeden Fall ein Südtor und oft ein Nordtor, West- und Osttor. Auch die Straßennamen machen zahlreich Gebrauch von den vier Richtungen und der Mitte. Jeder Chinese weiss das und benutzt somit zur Orientierung im Raum diesen einfachen Kompass.

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Hofhaus in Beijing

Die kurze Reise nach Beijing und Shanxi brachte wieder viele authentische Architekturbeispiele zu Tage. Hier stellen ich ein typisches Hof-Wohnhaus in Beijing vor.

Der relativ kleine Wohnhof hat alle typischen Merkmale der Fengshui-Architektur in Nordchina. Ziel der Planung ist ein zentraler Frei-Raum der mit den umliegenden Bauten erzeugt wird. Diese Anordnung erzeugt Intimität für die Bewohner. Der konzeptionelle Ansatz heisst im Fengshui tianjing = Himmel-Brunnen. Wetter, Licht, Luft und Sonnenwärme können so genutzt werden und es entsteht Schutz vor Ausseneinflüssen.

Der bestehende Hof ist Teil einer ehemals größeren Wohnanlage aus der Qing-Kaiserzeit. Struktur und Aufbau lassen sich im Grundriss sehr gut erkennen. Im Süden liegt der Eingang mit der typischen Schattenwand/ yingbi , die den Zugang dosiert und keinen sofortigen Gesamtüberblick auf den Hof zulässt.  So wird der Zuweg bewußt gesteuert. Im Norden liegt das Haupthaus als klarer Schwerpunkt und Lebensmittelpunkt der Bewohner. Die seitlichen Gebäude im Osten und Westen wurden meist von den Nachfahren der Familie bewohnt.

Der äußere L-förmige Bauteil stellt Nutz- und Gasträume zur Verfügung, die in ihrer Anordnung deutlich vom Haupthof abgetrennt sind. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Gestaltung des Übergangs zum Haupthof gewidmet. Dieser Hauptzugang wurde gezielt kompositorisch durchgestaltet.

Eine weitere räumliche Qualität im Grundriss entsteht durch die zurückgesetzten kleineren Räume rechts und links des Haupthauses. Diese Miniatur-Höfe sind der yin-Kontrast zum yang des zentralen Hofs. Hier ist der höchste Grad an Privatheit erreicht und ergänzt so die repräsentative Funktion des großen Hofs.
Heute wird der Hof als Museum für den Peking-Oper Darsteller Mei Lanfang genutzt.